Les lèvres rouges

Julie Béna

15.02. – 05.07.2020

The Kunstverein Bielefeld is delighted to present Les lèvres rouges, the first institutional solo exhibition in Germany by the French artist Julie Béna. The objects, installations, films and performances created by Béna address the forms of representation inherent to cultural narratives. Her works juxtapose motifs from art-historical, theatrical and literary contexts with those from mass media and popular entertainment, in order to interrogate the social determinants of the production and reception of the material. Her Bielefeld exhibition opens up a space of play in which illusion and reality are taken to the point of indistinguishability. In the midst of this enchantment, the spectator becomes all the more aware of societal power relations.

Working across both levels of the Kunstverein exhibition space, Béna develops a scenario populated by spiders, mice, fools, butterflies and flying phalluses, in an installation which ultimately has symbolic significance. Resisting the unequivocal, the piece works around the specifications of the exhibition space, undermining its supposed functionality. Here, the materiality of hand-made lacework collides with the technological nature of 3D-printed objects, while digital animated films are confronted with traditional puppet theater. Béna’s field of reference extends to pilgrim badges, among the earliest of visual mass media, and to panorama pictures, an early technology of popular art. Les lèvres rouges subverts fixed cultural definitions in order to imagine a different world calling dominant norms and meanings into question.


Julie Béna, Il piccolo teatro presents: Bob by Julie, 2020


Julie Béna (born in Paris in 1982, lives and works in in Paris and Prague) has had recent solo exhibitions at Kunstraum London (2020), Museo Amparo, Puebla, Mexico, the Jeu de Paume Paris, CAPC Bordeaux and the Galerie Joseph Tang, Paris (all in 2019). Her work has been included in group exhibitions at L’Inconnue, Montreal, Drdova Galerie, Prague, the C Arte C, Madrid (all in 2019), BOZAR, Brussels, RUPERT, Vilnius, Chapter New York (all in 2018) and at M Leuven, Belgium (2017). In 2018, she participated in the Rennes Biennale.

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Four mice drawn by Julie Béna

Julie Béna, Bielefelder's Mice, 2020

Triangle pointing left Triangle pointing right
Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und im Raum platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Zwei Objekte der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, die aus schwarz beschichtetem Stahl bestehen. Die Objekte sind zum Teil auf der Treppe und zum Teil im Raum platziert. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und auf der letzten Treppenstufe platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und im Raum platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna, Loge, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Die autobiographische Arbeit "Spider Net 33" von Julie Béna besteht aus handgeklöppelter Spitze in Form eines Spinnennetzes, das in einer Ecke unter der Decke gespannt ist. In dem Spinnennetz sind Motive wie ein Lippenstift, eine Haarnadel, eine Zigarette, ein goldenes Armband, ein Kussmund oder ein geflügelter Phallus zu erkennen.

Julie Béna, Spider Net -33-, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Die autobiographische Arbeit "Spider Net 33" von Julie Béna besteht aus handgeklöppelter Spitze in Form eines Spinnennetzes, das in einer Ecke unter der Decke gespannt ist. In dem Spinnennetz sind Motive wie ein Lippenstift, eine Haarnadel, eine Zigarette, ein goldenes Armband, ein Kussmund oder ein geflügelter Phallus zu erkennen.

Julie Béna, Spider Net -33-, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Eine 3D-gedruckte Maus auf dem Fensterbrett im Ausstellunsgraum platziert.

Julie Béna, Mice, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Ein 3D-gedrucktes weißes Wandregal, in dem 3D-gedruckte grüne Flaschen und weiße Gläser stehen. Eine Flasche steht unter dem Regal auf dem Boden.

Julie Béna, Collection originale, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Ein 3D-gedrucktes weißes Wandregal, in dem 3D-gedruckte grüne Flaschen und weiße Gläser stehen.

Julie Béna, Collection originale, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna, Rise, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Das Objekt "Rise" von Julie Béna zeigt sich als ein wellenförmiger Kronleuchter, zwischen dessen Edelstahlketten drei übergroße, mundgeblasene geflügelte Phalli aus Glas zum Vorschein kommen. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Rise, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna, Rise, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna, Rise, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Objekt der aus Glas gefertigten dreiteiligen Objektserie "Fleurs" von Julie Béna. Das Glasobjekt stellt einen roten Blütenkopf dar, auf dem ein Miniaturphallus positioniert ist. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Fleurs, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Im Treppenhaus des Kunstvereins hängen sechs übergroße Seidenstrümpfe von einer Wäscheleine. Julie Béna schafft mit der Arbeit "Le déshabillé" eine Irriation der Empfindung von Dimension und Raum.

Julie Béna, Le déshabillé, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna greift in den aus handgeklöppelter Spitze gearbeiteten Objekten "Les lèvres rouges –Eye" und "Blue Butterfly –Eye-" den Titel der Ausstellung "Les lèvres rouges" auf sowie das Motiv der Augen und des Schmetterlings. Die Objekte hängen vor dem Fenster und sind von außen zu erkennen.

Julie Béna, Les lèvres rouges –Eye- + Blue Butterfly –Eye-, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna, Spider Net - Littlefly, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Die Arbeit "Il piccolo teatro" von Julie Béna stellt ein Puppentheater aus Plexiglas dar, das auf dem Boden steht. Auf das Objekt wird ein Video projiziert, das eine Handperformance der Künstlerin zeigt. Im Raum, um das Objekt herum, sind kleine Marionettenpuppen platziert.

Julie Béna, Il piccolo teatro, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Julie Béna greift in den aus handgeklöppelter Spitze gearbeiteten Objekten "Les lèvres rouges –Eye" und "Blue Butterfly –Eye-" den Titel der Ausstellung "Les lèvres rouges" auf sowie das Motiv der Augen und des Schmetterlings. Die Objekte hängen vor dem Fenster und sind von außen zu erkennen.

Julie Béna, Les lèvres rouges –Eye- + Blue Butterfly –Eye-, 2020. Exhibition view, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

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Press information

Events:

  • 14.02.2020, 19:00

    OPENING – Les lèvres rouges

    Speakers:
    Andreas Wannenmacher (Chairman, Kunstverein Bielefeld)
    Marie Graftieaux (Head of the Bureau des arts plastiques, Institut français Germany)
    Nadine Droste (Director, Kunstverein Bielefeld)

  • 15.02.2020, 15:00

    EXHIBITION CONVERSATION

    with Julie Béna
    (in English language)

  • 16.02.2020, 17:00

    EXHIBITION TOUR

    with Nadine Droste

  • 29.02.2020, 10:00

    CHILDREN’S ACTIVITY

    Workshop with Klaus Braun
    10:00–15:00
    Contribution: 15 €
    Please register at
    vermittlung@kunstverein-bielefeld.de

  • 22.04.2020, 17:35

    Julie Béna: This Could be a Love Story (2020)

    In cooperation with Montez Press Radio.
    The texts of the feature were written in the context of the exhibition Les lèvres rouges by Julie Béna at Kunstverein Bielefeld. Following the release on Montez Press Radio, the sound piece will also be available on the Kunstverein website.

  • 05.07.2020, 17:00

    EXHIBITION TOUR with Nadine Droste

    through the exhibition "Les lèvres rouges" by Julie Béna.
    Please register at kontakt@kunstverein-bielefeld.de.

Publications and editions

Julie Béna
Les lèvres rouges, 2020

Julie Béna
It Needed to be Tender and to be Whipped, 2017

Julie Béna
Les lèvres rouges, 2020

Abbildung des Kunstwerks
Inga Danysz
Hook, 2017/2019

Image of the artwork
Adriana Lara
L’Art de L’Aoccident, 2017/2019

Image of the artwork
Sarah Ortmeyer
Palma (I), 2019

Image of the artwork
Sarah Ortmeyer
Palma (II), 2019

Sarah Ortmeyer
Palma (IV), 2019