Les lèvres rouges

Julie Béna

15.02.–05.07.2020
Eröffnung 14.02.2020, 19:00

Liebe Mitglieder,
liebe Besucherinnen und Besucher,

herzlich willkommen auf der neuen
Webseite des Kunstverein Bielefeld!
Sie wurde an die aktuellen technischen
Standards angepasst und ermöglicht
erstmals den mobilen sowie barriere-
freien Zugang zu den Inhalten des
Kunstvereins. Die Pressemitteilung zu
unserer neuen Webseite finden Sie
HIER.

Aktuell arbeiten wir an
einem umfangreichen digitalen
Programm, über das Sie hier in
Kürze mehr erfahren.
Wir freuen uns darauf, mit neuen
Formaten für Sie da zu sein!

Wir wünschen Ihnen gute
Feiertage! Passen Sie auf
sich auf!

Herzlich Ihr Kunstverein Bielefeld

Der Kunstverein Bielefeld freut sich, Julie Béna mit Les lèvres rouges und damit die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland der französischen Künstlerin zu präsentieren. Béna beschäftigt sich in ihren Objekten, Installationen, Filmen und Performances mit den Repräsentationsformen kultureller Narrative. Ihre Arbeiten konfrontieren kunsthistorische, theatrale oder literarische Motive mit jenen der Medien- und Unterhaltungskultur, um die sozialen Determinierungen ihrer Produktion und Rezeption zu befragen. In Bielefeld eröffnet Béna ein Spiel, das Illusion und Realität zum Punkt der Unentscheidbarkeit führt und inmitten der Verzauberung gesellschaftliche Machtverhältnisse umso expliziter gewahr werden lässt.

Über beide Etagen des Kunstvereins entfaltet die Künstlerin ein Szenario, das von Spinnen, Mäusen, Narren, Schmetterlingen oder fliegenden Phalli bewohnt wird. Bénas Installation hat symbolischen Charakter. Sie entzieht sich den Raumvorgaben, unterläuft ihre vermeintliche Funktionalität und widersetzt sich der Eindeutigkeit. Béna lässt die Stofflichkeit handgeklöppelter Spitze auf die Technizität 3D-gedruckter Objekte prallen, konfrontiert digitale Animationsfilme mit traditionellem Marionettentheater, referiert auf eines der ersten bildlichen Massenmedien, dem Pilgerzeichen, oder das Panoramabild als eine frühe Technik der Populärkunst. Les lèvres rouges vollzieht die Verunsicherung kultureller Festlegungen, um eine andere Welt vorzustellen, die vorherrschende normative Bedeutungszusammenhänge infrage stellt.


Julie Béna, Il piccolo teatro presents: Bob by Julie, 2020


Julie Béna (*1982 in Paris, lebt und arbeitet in Paris und Prag) zeigte zuletzt Einzelausstellungen im Kunstraum London (2020), Museo Amparo, Puebla, Mexiko, Jeu de Paume, Paris, CAPC Bordeaux und in der Galerie Joseph Tang, Paris (alle 2019). Die Künstlerin war in Gruppenausstellungen bei L’Inconnue, Montreal, Drdova Galerie, Prag, im C Arte C, Madrid (alle 2019), BOZAR, Brüssel, RUPERT, Vilnius, bei Chapter New York (alle 2018) und im M Leuven, Belgien (2017) vertreten. 2018 nahm Béna an der Biennale in Rennes teil.

KUNSTVEREIN BIELEFELD
Welle 61
33602 Bielefeld

Do, Fr, 15:00–19:00
Sa, So, 12:00–19:00
Vorläufig geschlossen!

T +49 (0) 521.17 88 06
F +49 (0) 521.17 88 10
kontakt@kunstverein-bielefeld.de

Vier von Julie Béna gezeichnete Mäuse

Julie Béna, Bielefelder's Mice, 2020

Triangle pointing left Triangle pointing right
Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und im Raum platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

1/23
Zwei Objekte der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, die aus schwarz beschichtetem Stahl bestehen. Die Objekte sind zum Teil auf der Treppe und zum Teil im Raum platziert. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

2/23
Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und auf der letzten Treppenstufe platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

3/23
Ein Objekt der vierteiligen Werkreihe "Ballustrade" von Julie Béna aus dem Jahr 2020, das aus schwarz beschichtetem Stahl besteht und im Raum platziert ist. Den Objekten kommt Autonomie und Funktion gleichermaßen zu, sie sind Bild und tatsächlich Balustrade zugleich.

Julie Béna, Ballustrade, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

4/23
Die Arbeit "Loge" von Julie Béna besteht aus übergroßen, Raum einnehmenden Kleidungsstücken, die von der Decke herunterhängen und eine Irritation der Empfindung von Dimension und Raum auslösen.

Julie Béna, Loge, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

5/23
Die autobiographische Arbeit "Spider Net 33" von Julie Béna besteht aus handgeklöppelter Spitze in Form eines Spinnennetzes, das in einer Ecke unter der Decke gespannt ist. In dem Spinnennetz sind Motive wie ein Lippenstift, eine Haarnadel, eine Zigarette, ein goldenes Armband, ein Kussmund oder ein geflügelter Phallus zu erkennen.

Julie Béna, Spider Net -33-, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

6/23
Die autobiographische Arbeit "Spider Net 33" von Julie Béna besteht aus handgeklöppelter Spitze in Form eines Spinnennetzes, das in einer Ecke unter der Decke gespannt ist. In dem Spinnennetz sind Motive wie ein Lippenstift, eine Haarnadel, eine Zigarette, ein goldenes Armband, ein Kussmund oder ein geflügelter Phallus zu erkennen.

Julie Béna, Spider Net -33-, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

7/23
Eine 3D-gedruckte Maus auf dem Fensterbrett im Ausstellunsgraum platziert.

Julie Béna, Mice, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

8/23
Ein 3D-gedrucktes weißes Wandregal, in dem 3D-gedruckte grüne Flaschen und weiße Gläser stehen. Eine Flasche steht unter dem Regal auf dem Boden.

Julie Béna, Collection originale, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

9/23
Ein 3D-gedrucktes weißes Wandregal, in dem 3D-gedruckte grüne Flaschen und weiße Gläser stehen.

Julie Béna, Collection originale, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

10/23

Julie Béna, Rise, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

11/23
Das Objekt "Rise" von Julie Béna zeigt sich als ein wellenförmiger Kronleuchter, zwischen dessen Edelstahlketten drei übergroße, mundgeblasene geflügelte Phalli aus Glas zum Vorschein kommen. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Rise, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

12/23
Das Objekt "Rise" von Julie Béna zeigt sich als ein wellenförmiger Kronleuchter, zwischen dessen Edelstahlketten drei übergroße, mundgeblasene geflügelte Phalli aus Glas zum Vorschein kommen. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Rise, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

13/23
Das Objekt "Rise" von Julie Béna zeigt sich als ein wellenförmiger Kronleuchter, zwischen dessen Edelstahlketten drei übergroße, mundgeblasene geflügelte Phalli aus Glas zum Vorschein kommen. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Rise, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

14/23
Objekt der aus Glas gefertigten dreiteiligen Objektserie "Fleurs" von Julie Béna. Das Glasobjekt stellt einen roten Blütenkopf dar, auf dem ein Miniaturphallus positioniert ist. Die Arbeit stellt vorherrschende Genderkategorien infrage, indem sie die Konnotationen des Phallussymbols verunsichern.

Julie Béna, Fleurs, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

15/23
Im Treppenhaus des Kunstvereins hängen sechs übergroße Seidenstrümpfe von einer Wäscheleine. Julie Béna schafft mit der Arbeit "Le déshabillé" eine Irriation der Empfindung von Dimension und Raum.

Julie Béna, Le déshabillé, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

16/23
Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

17/23
Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

18/23
Das Objekt "Le théâtre inversé" von Julie Béna ist eine mit schwarzer Patina überzogene, halbrunde Stahlkonstruktion im Raum.  Die Arbeit orientiert sich an der Form des Panoramabildes, das eine Sonderform der dreidimensionalen Trompe-lòeil-Malerei darstellt und im 19. Jahrhundert zum populären Medium der frühen Unterhaltungsindustrie avancierte.

Julie Béna, Le théâtre inversé, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

19/23

Julie Béna, Spider Net - Littlefly, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

20/23
Die Arbeit "Il piccolo teatro" von Julie Béna stellt ein Puppentheater aus Plexiglas dar, das auf dem Boden steht. Auf das Objekt wird ein Video projiziert, das eine Handperformance der Künstlerin zeigt. Im Raum, um das Objekt herum, sind kleine Marionettenpuppen platziert.

Julie Béna, Il piccolo teatro, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

21/23
Julie Béna greift in den aus handgeklöppelter Spitze gearbeiteten Objekten "Les lèvres rouges –Eye" und "Blue Butterfly –Eye-" den Titel der Ausstellung "Les lèvres rouges" auf sowie das Motiv der Augen und des Schmetterlings. Die Objekte hängen vor dem Fenster und sind von außen zu erkennen.

Julie Béna, Les lèvres rouges –Eye- + Blue Butterfly –Eye-, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

22/23
Julie Béna greift in den aus handgeklöppelter Spitze gearbeiteten Objekten "Les lèvres rouges –Eye" und "Blue Butterfly –Eye-" den Titel der Ausstellung "Les lèvres rouges" auf sowie das Motiv der Augen und des Schmetterlings. Die Objekte hängen vor dem Fenster und sind von außen zu erkennen.

Julie Béna, Les lèvres rouges –Eye- + Blue Butterfly –Eye-, 2020. Ausstellungsansicht, Les lèvres rouges, Kunstverein Bielefeld, 2020. Photo: Philipp Ottendörfer

23/23

Presseinformationen

Termine:

  • 14.02.2020, 19:00

    ERÖFFNUNG - Les lèvres rouges

    Redner*innen:
    Andreas Wannenmacher (Vorsitzender, Kunstverein Bielefeld)
    Marie Graftieaux (Leiterin des Bureau des arts plastiques, Institut français Deutschland)
    Nadine Droste (Direktorin, Kunstverein Bielefeld)

  • 15.02.2020, 15:00

    AUSSTELLUNGSGESPRÄCH

    mit Julie Béna
    (in englischer Sprache)

  • 16.02.2020, 17:00

    AUSSTELLUNGSFÜHRUNG

    mit Nadine Droste

  • 29.02.2020, 10:00

    KINDERAKTION

    Workshop mit Klaus Braun
    10:00–15:00
    Kostenbeitrag: 15 €
    Um Anmeldung wird gebeten unter
    vermittlung@kunstverein-bielefeld.de

  • 24.04.2020, 19:00

    - neuer Termin wird in Kürze bekannt gegeben -

    PERFORMANCE von Julie Béna

  • 26.04.2020, 17:00

    - neuer Termin wird in Kürze bekannt gegeben -

    AUSSTELLUNGSFÜHRUNG mit Nadine Droste

Publikationen und Jahresgaben

Julie Béna
Les lèvres rouges, 2020

Julie Béna
It Needed to be Tender and to be Whipped, 2017

Julie Béna
Les lèvres rouges, 2020

Abbildung des Kunstwerks
Inga Danysz
Hook, 2017/2019

Abbildung des Kunstwerks
Adriana Lara
L'Art de L'Aoccident, 2017/2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (I), 2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (II), 2019

Abbildung des Kunstwerks
Sarah Ortmeyer
Palma (III), 2019