Die Freiheit, die wir meinen

23.11.2019 – 02.02.2020
Eröffnung: 22.11.2019, 19:00

FREIER EINTRITT 2019
90 Jahre Kunstverein Bielefeld


MITGLIED WERDEN
im Kunstverein Bielefeld

KUNSTVEREIN BIELEFELD
Welle 61
33602 Bielefeld

Do, Fr, 15:00–19:00
Sa, So, 12:00–19:00
Mo-Mi, nach Vereinbarung

T +49 (0) 521.17 88 06
F +49 (0) 521.17 88 10
kontakt@kunstverein-bielefeld.de

DIE FREIHEIT, DIE WIR MEINEN

Eva Barto
Tyler Coburn
Marie Cool Fabio Balducci
Inga Danysz
Adriana Lara

23.11.2019–02.02.2020


Der Kunstverein Bielefeld freut sich, Die Freiheit, die wir meinen zu präsentieren und damit die künstlerischen Positionen von Eva Barto (1987, Nantes, Frankreich, lebt und arbeitet in Paris, Frankreich), Tyler Coburn (1983 in New York, USA, lebt und arbeitet in New York, USA), Marie Cool Fabio Balducci (1961 Valenciennes, Frankreich, und 1964 in Ostra, Italien, leben und arbeiten in Paris, Frankreich, und Pergola, Italien), Inga Danysz (1990 in Warschau, Polen, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) und Adriana Lara (*1978 in Mexiko-Stadt, Mexiko, lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt, Mexiko). Die Ausstellung widmet sich der Figur der Freiheit und den Voraussetzungen unseres gegenwärtigen Freiheitsverständnisses.

Seit Beginn der Moderne ist die Idee des Ästhetischen mit dem libertären Ideal eines freien und glücklichen Lebens verknüpft. Sie basiert auf der Forderung nach Autonomie und Selbstbestimmung, die sich an der Kritik an den Lebensformen der frühen industriellen Gesellschaft im neuzehnten Jahrhundert entzündete. War der Einsatz für Freiheit und individuelle Selbstverwirklichung zunächst auf künstlerische und intellektuelle Kreise beschränkt, fand die Künstlerkritik mit den 1968er-Protestbewegungen gesellschaftliche Verbreitung. Heute steht die Kritik der Gesellschaft vor einer grundlegend veränderten Situation. Die Forderung nach Freiheit, Autonomie und Kreativität ist zur Bedingung einer neuen Arbeits- und Lebensphilosophie und damit zur Grundlage eines Modells der Wertschöpfung geworden, das Kompetenz nach individuellen Eigenschaften und performativen Fähigkeiten bemisst. Wenn aber künstlerische Prozesse der Produktivität gesellschaftlicher Reproduktionsprozesse zum Vorbild dienen, dann stellt sich die Frage, ob das Ästhetische noch als kulturelle Gegenfigur ausgemacht werden kann. Wie steht es um das Selbstverständnis der Künste, zur Partei der Kritik und der Emanzipation zu gehören? Was bedeutet der veränderte Freiheitsbegriff für die gegenwärtige künstlerische Produktion?


Presseinformationen

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